Gekonn’t

Gekonn't

Jost GmbH (Gesehen in einer Gaststätte in Frankfurt-Höchst)

 

Vielen Dank, liebe Firma Jost GmbH, das ist doch endlich mal wieder eine Werbung, die mich voll überzeugt – nämlich davon, dass man es so auf keinen Fall machen darf!

Drei grammatikalische Fehler und ein Fehler in der Metrik, das ist für sich genommen schon durchaus beachtlich. Aber vier Fehler in einem Satz, der aus nicht mehr als neun Wörtern besteht, das ist sogar rekordverdächtig!

Gehen wir doch einfach mal in die Detail’s, sozusagen den Dingen auf den Grun’d:

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Wissen, was Sprache kann

Klosterfrau - Quelle: Webseite

Klosterfrau (Quelle: Webseite)

Wir begrüßen Expressionismus in Werbung, denn eines von sprachlichen Stilmitteln des Expressionismus war Verknappung, vor allem war Wegfall von Artikel und Präpositionen – Entschuldigung, war nicht expressionistisch genug, muss heißen: Wegfall Artikel und Präpositionen.

Andererseits sehen wir gefährliche Nähe zu Art „Ghettosprache“, wie nicht unüblich unter Jugendlichen: „Hey, gib mich Messer, ich mach dich Krankenhaus“ ist eines [von] sehr populären Beispielen.

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Neulich im Newsletter

Zu Recht geschnitten

Zu Recht geschnitten

Dies flatterte mir unlängst mit einem Newsletter ins Haus. Da kann ich nur sagen: Die armen Bilder! Was werden sie wohl ausgefressen haben, dass man sie zu Recht schneidet? Sind etwa die Lichter ausgefressen? Oder ist gar etwas Schlimmeres passiert? Ich hoffe nur, die Bildbearbeitungsfunktion von WordPress geht nicht allzu rabiat mit ihnen um.

Kassier gesucht

Kassier gesucht

Kassier gesucht (gesehen in Weimar)

„Kassierer“ – welch ein bedauerlicher Schreibfehler! Bestimmt hat da wieder einmal die Auto-Korrektur im Text herumgepfuscht. Denn selbstverständlich wird kein Kassierer gesucht, sondern ein „Kassier“, die männliche Form einer Kassierin. Ist doch klar!

Ach so, ja, und wer ein solch seltenes Exemplar eines „Kassiers“ auftreiben kann, der soll sich sofort bei Marktleiter melden. Für vollständige Abschaffung von Artikel. Und von Dativ.

Eltern-Haftung

Eltern-Haftung

Eltern-Haftung (gesehen in Hochheim/Main)

Das ist ja prima! Verkündet das Schild doch, dass Eltern (egal, welche) für „Ihre“ (also meine) Kinder haften.

Da muss ich mir ja keine Sorgen mehr machen. Bis auf die Frage natürlich, wessen Eltern eigentlich für meine Kinder haften sollen…

Der Duden wird Sprachpanscher des Jahres 2013

Duden - 26. Auflage - Cover

Duden – 26. Auflage – Cover (Quelle: Duden)

Da wird also der der Duden vom Verein Deutsche Sprache, bei dem ich ja auch Mitglied bin, die zweifelhafte Auszeichnung Sprachpanscher 2013 verliehen.

Ich kann mich dieser Meinung nicht anschließen.

Insbesondere den Vorwurf, der Duden sei eine „große Hure“, wie der VDS-Vereinspräsident Walter Krämer bereits im Vorfeld der Entscheidung verkündete, finde ich unangebracht und unangemessen. Und unhöflich obendrein. Weiterlesen »

Und das Beste von euch?

das beste von neu - Kampagnenmotiv

das beste von neu – Kampagnenmotiv

Der im Rhein-Main-Gebiet beheimatete und zur FFH-Gruppe in Bad Vilbel gehörende Radiosender Planet Radio wirbt aktuell mit dem Slogan das beste von neu – den Dativ ignorierend, (sicherheitshalber) alles klein und so herum auf den Unterarm geschrieben, dass es die vermeintliche Tatoo-Trägerin selber gar nicht lesen kann. Muss das sein?

OK, wir wissen was ihr meint, handelt es sich doch um einen lauwarmen Aufguss des vor Jahren von Hit Radio FFH genutzten (und längst wieder abgesetzten) Slogans …und das Beste von heute. Weiterlesen »

Ich bleibe Mensch

Wir werden Flughafen

Wir werden Flughafen (Quelle: STARTfrei)

Wir werden Flughafen! – So titelt STARTfrei, die Zeitung der Fraport AG für die Nachbarn des Frankfurter Flughafens, in Ausgabe Nr. 4 – Dezember 2012 auf Seite 3 (nicht mehr online verfügbar).

Nein, Danke, ich möchte nicht Flughafen werden, bloß nicht. Ich bleibe lieber Mensch. Weiterlesen »

Kann BILD Deutsch?

Kann Peer Kanzler? (Quelle: BILD.de)

Kann Peer Kanzler? (Quelle: BILD.de)

Na prima, in ihrer gestrigen Ausgabe hat sich auch die BILD-Zeitung dem Reigen derjenigen angeschlossen, die der Meinung sind, das absichtliche Weglassen von Satzteilen sei irgendwie „cool“ oder modern. Ist es aber nicht. Nein, ein dermaßen verhunztes Deutsch nervt einfach nur!

Kann Peer Kanzler? titelt das selbsternannte Meinungs-BILDungs-Institut am 29. September 2012. Abgesehen davon, dass die Anrede mit dem Vornamen eine nicht zu übersehende Respektlosigkeit darstellt, ist das Weglassen des Prädikatbestandteils (ich vermute, es handelt sich mal wieder um) „werden“ weder originell noch gutes Deutsch.

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Ich kann nicht mehr!

Ich kann Kanzler (Quelle: ZDF)

Ich kann Kanzler (Quelle: ZDF)

Ich kann Kanzler! … Aber ich, ich kann nicht mehr!
Nach Wer traut sich jetzt noch Präsident liefert uns das ZDF heute Abend einen weiteren Beweis für seine Unfähigkeit, mit der deutschen Sprache wenn schon nicht sorgfältig, so doch wenigestens fehlerfrei umzugehen.

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