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Alles Lüge, oder was?

LieBee-Honig
LieBee-Honig
(Quelle: Edeka)

Die Idee von Langnese, eine Honig-Produktlinie „Flotte Biene“ zu nennen, war schon peinlich genug, denn mich erinnert derlei eher an die „flotten“ Auswirkungen einer Magen-Darm-Dysfunktion – aber lassen wir das lieber…

Nach den Fake-News und der Lügen-Presse nun also die Lie-Bee, die Lügen-Biene. Rein äußerlich sieht sie, wenn man der Zeichnung auf dem Glas Glauben schenken darf, annähernd aus wie eine ganz normale Honigbiene und produziert etwas, das uns als Honig verkauft wird. Aber dürfen wir das glauben, was wir zu sehen glauben?

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Kirche kann … was?

Kirche kann Karriere
Gesehen in der F.A.Z. vom 19./20.05.2018

„Kann ich mal die Nutella?“ – „Was denn?“ – „Haben!“

Unseren Kindern, Kumpels und Kollegen haben wir es mühsam ausgetrieben – und jetzt kommt die katholische Kirche, genauer: das Bistum Essen damit um die Ecke: „Kirche kann Karriere“. Geht’s noch dürftiger?

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Medien

Entzündet

Olympisches Feuer
Olympisches Feuer

Heute um 12:40 Uhr berichtete hr-info in den Nachrichten über die bevorstehende Eröffnungsfeier der olympischen Spiele in Pyeongchang.

Dabei erfuhren wir von folgendem beunruhigenden, ja erschreckenden Detail: „Höhepunkt der Veranstaltung“, so war zu vernehmen, sei „die Entzündung der olympischen Flamme“.

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Menschen

Mitrecht

MitRecht
Gesehen miten in Eschborn

Beim Anblick dises Schieldes stellt sich mier spontan die Frage, ob hir womöglich nur an Termieten vermitet wird?

Wenn, dann wahrscheinlich nur an die meistbitenden Tire.
Oder dürfen die etwa mitfrei wohnen? Dann wäre gewiss miet Mitstreitigkeiten zu rechnen.

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Amt

Betretener Dienstweg

Unbefugter Dienstweg
Gesehen in Steinheim-Sandebeck

Da guckt der Dienstweg aber ganz schön betreten, weil dem „Betreten“ von Unbefugten die Großschreibung entwendet wurde.

Hoffentlich geschah das alles nicht auch noch auf dem Dienstweg!

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Gekonn’t

Gekonn't
Jost GmbH (Gesehen in einer Gaststätte in Frankfurt-Höchst)

 

Vielen Dank, liebe Firma Jost GmbH, das ist doch endlich mal wieder eine Werbung, die mich voll überzeugt – nämlich davon, dass man es so auf keinen Fall machen darf!

Drei grammatikalische Fehler und ein Fehler in der Metrik, das ist für sich genommen schon durchaus beachtlich. Aber vier Fehler in einem Satz, der aus nicht mehr als neun Wörtern besteht, das ist sogar rekordverdächtig!

Gehen wir doch einfach mal in die Detail’s, sozusagen den Dingen auf den Grun’d:

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Wissen, was Sprache kann

Klosterfrau - Quelle: Webseite
Klosterfrau (Quelle: Webseite)

Wir begrüßen Expressionismus in Werbung, denn eines von sprachlichen Stilmitteln des Expressionismus war Verknappung, vor allem war Wegfall von Artikel und Präpositionen – Entschuldigung, war nicht expressionistisch genug, muss heißen: Wegfall Artikel und Präpositionen.

Andererseits sehen wir gefährliche Nähe zu Art „Ghettosprache“, wie nicht unüblich unter Jugendlichen: „Hey, gib mich Messer, ich mach dich Krankenhaus“ ist eines [von] sehr populären Beispielen.

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Menschen

Neulich im Newsletter

Zu Recht geschnitten
Zu Recht geschnitten

Dies flatterte mir unlängst mit einem Newsletter ins Haus. Da kann ich nur sagen: Die armen Bilder! Was werden sie wohl ausgefressen haben, dass man sie zu Recht schneidet? Sind etwa die Lichter ausgefressen? Oder ist gar etwas Schlimmeres passiert? Ich hoffe nur, die Bildbearbeitungsfunktion von WordPress geht nicht allzu rabiat mit ihnen um.

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Kassier gesucht

Kassier gesucht
Kassier gesucht (gesehen in Weimar)

„Kassierer“ – welch ein bedauerlicher Schreibfehler! Bestimmt hat da wieder einmal die Auto-Korrektur im Text herumgepfuscht. Denn selbstverständlich wird kein Kassierer gesucht, sondern ein „Kassier“, die männliche Form einer Kassierin. Ist doch klar!

Ach so, ja, und wer ein solch seltenes Exemplar eines „Kassiers“ auftreiben kann, der soll sich sofort bei Marktleiter melden. Für vollständige Abschaffung von Artikel. Und von Dativ.

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Eltern-Haftung

Eltern-Haftung
Eltern-Haftung (gesehen in Hochheim/Main)

Das ist ja prima! Verkündet das Schild doch, dass Eltern (egal, welche) für „Ihre“ (also meine) Kinder haften.

Da muss ich mir ja keine Sorgen mehr machen. Bis auf die Frage natürlich, wessen Eltern eigentlich für meine Kinder haften sollen…